Korrosionsbeständigkeit

HOBAS Rohre sind elektrische Nichtleiter und unempfindlich gegenüber durch Säuren, Basen und Salze hervorgerufene Belastungen. Die Beständigkeit der HOBAS Rohre steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der eingesetzten Harzqualität. Standardharze stellen einen Betrieb für die heutigen Abwasserqualitäten sicher, sie sind im ph-Bereich von 1 bis 10 bei einer max. Dauertemperatur von 35 °C beständig. Die Standardqualität (VA) ist ebenfalls beständig gegen Einflüsse von biogener Schwefelsäurekorrosion, wie sie bei großen Kanälen mit langen Aufenthaltszeiten auftritt. 

Auf höhere Anforderungen, etwa im Industriebereich, kann mit Sonderharzen reagiert werden (siehe Beständigkeitsklassen). Ausgenommen sind reine aromatische und chlorierte Lösungsmittel. Schutzanstriche oder Beschichtungen sind nicht notwendig. Elektrolytische Korrosion ist ausgeschlossen.

 

Spannungsrisskorrosion / Strain Corrosion Test

Für das praxisnahe Verhalten von GFK-Rohren gibt es einen aussagefähigen Versuch, den sogenannten Strain Corrosion Test, nach dem das Spannungsrißkorrosionsverhalten überprüft wird. Es wird eine Überlagerung von physikalischen (Statik) und chemischen (Medium) Belastungen durchgeführt, d.h. das Rohr wird durch Last verformt in einem Schwefelsäurebad festgehalten. Der Standardversuch nach ASTM 3681/3262 (American Society of Testing Materials) ist deshalb so aussagefähig, weil er am Bauteil im Maßstab 1:1 durchgeführt wird und somit den Praxisfall unter erhöhten Anforderungen möglichst naheliegend widerspiegelt, ohne unnötige Versuche nach Einzelkriterien, die sich bei einem Verbundwerkstoff auch widersprechen können, notwendig zu machen. HOBAS Rohre erreichen bei diesem Testverfahren ein hohes Randfaserdehnungsniveau. Grund dafür ist vor allem der herstellungsbedingte Wandaufbau. Eine glasfreie min. 1 mm starke Inlinerschicht sowie eine porenfreie hochverdichtete Rohrwand sorgen für einen hohen Diffusionswiderstand. Diese Tests werden seit langem in den europäischen HOBAS Werken, den USA und Australien durchgeführt. HOBAS Rohre erreichen dabei, auf eine Lebensdauer von 50 Jahren bezogen, mindestens ein Randfaserdehnungsniveau von ε=1,1%. Damit weisen HOBAS Rohre hohe chemische Sicherheitsreserven bei gleichzeitiger äußerer Belastung auf.