Amiblu eröffnet neue Produktionshalle für GFK-Formteile in Polen

1500 m² zusätzliche Produktionskapazität, mehr Flexibilität, und bessere Arbeitsbedingungen

Mit der feierlichen Einweihung einer neuen Formteilbauhalle am 21. September in Dąbrowa Górnicza hat Amiblu den Grundstein dafür gelegt, den Standort künftig als das Zentrum für komplexe GFK-Elemente in Europa zu positionieren. Am „Geburtstag“ der neuen Halle wurde auch das 15-Jahr-Jubiläum der Fabrik gefeiert. Wir haben mit Werksleiter Piotr Strzelczyk über diese zukunftsorientierte Investition gesprochen.

 Amiantit Europe und Hobas haben sich vor rund einem Jahr zu Amiblu zusammengeschlossen. Es gibt nun zwei Amiblu Fabriken für GFK-Rohre in Polen – eines ehemals Hobas, eines ehemals Amiantit. Warum war es notwendig, noch eine weitere Produktionshalle zu bauen?

Strzelczyk: Gemäß dem Businesskonzept der Amiblu Gruppe ist oder wird jedes Werk spezialisiert, um einen bestimmten Lieferumfang abzudecken. Zum Beispiel wird das Werk in Danzig die Produktionskapazität für nicht-kreisrunde Rohrprofile deutlich erhöhen, und das Werk in Dąbrowa Górnicza wird zum Hauptfertigungsstandort für Formteile in Europa. Durch diese Erweiterung und Umstrukturierung unserer Arbeit können wir die steigende Nachfrage nach zeit- und arbeitsintensiven Produkten wie Schächten, Behältern, Bögen, etc. bestens abdecken. 

Erzählen Sie uns bitte ein wenig mehr über den Investitionsumfang.

Strzelczyk: Das Projekt “neue Formteilbauhalle“ startete im Jahr 2016 und umfasst eine breite Palette an Langzeit-Aktivitäten: Die Planung zusätzlicher Lagerflächen für Produkte und Werkstoffe, weitere Parkplätze für mehr Mitarbeiter, erweiterte Büroräumlichkeiten, neue Aufenthaltsräume neben der Produktionshalle, und natürlich Bau und Ausstattung der Halle selbst.   

Mit welchen Geräten und speziellen Features wurde die neue Halle ausgestattet?

Strzelczyk: Wir haben in eine Wasserstrahl-Schneidanlage investiert, um Bauteile für die Weiterverarbeitung in kürzester Zeit sehr präzise zuzuschneiden. So kann der Schneidprozess mit weniger Händen und unter modernen, komfortablen Bedingungen durchgeführt werden. Natürlich finden sich in der Halle auch weitere notwendige neue Einrichtungen: eine zentrale Staub-Absauganlage, umfangreich ausgestattete Fertigungsbereiche (mit u.a. lokalen Quellen für Druckluft und Strom), eine mechanische Säge, neue Handwerkzeuge, und vieles mehr. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, alle Arbeitsabläufe sowie die Arbeitssicherheit zu optimieren. 

Schafft die neue Halle neue Jobs bei Amiblu Polen?

Strzelczyk: Derzeit beschäftigen wir 380 Mitarbeiter in unseren beiden Fabriken in Polen, 195 davon in Dąbrowa Górnicza. Durch die neue Formteilproduktion entstehen 30 weitere Arbeitsplätze.  

Was bedeutet die neue Formteil-Produktionshalle für Amiblu und den Markt? 

Strzelczyk: Unsere gesteigerte Verarbeitungskapazität wird die Wartezeiten für Formteile deutlich verkürzen. Wir werden gegenüber unseren Kunden und der stark saisonalen Baubranche flexibler agieren können. Ich persönlich freue mich vor allem über die damit einhergehende Verbesserung der Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter. Dank der neuen Halle können wir nun auch Frauen in der Produktion beschäftigen. Innerhalb Europas ist Polen bekannt für gut ausgebildete Mitarbeiter, und der Standort der Fabrik im schlesischen Ballungsraum ermöglicht Amiblu Zugang zu Fachkräften in so gut wie allen Bereichen. Grundsätzlich profitiert Polen von einer dynamischen Entwicklung und einer vorteilhaften Lage im Herzen Europas – das lässt uns positiv in die Zukunft blicken. 

Wann wird die Produktion in der neuen Halle anlaufen? 

Strzelczyk: Zurzeit stehen das Anlagenlayout und die technologische Inbetriebnahme auf der Agenda. Die finale Abnahme ist für Oktober 2018 geplant. Anschließend an alle technischen Checks wird die Produktion starten. 

Sind auch in der Fabrik in Danzig Investitionen geplant?

Strzelczyk: Natürlich investiert Amiblu auch in die Zukunft des Werks in Danzig. Aktuell entstehen Büros und soziale Bereiche, das Labor wird erweitert, und die neue, verbesserte Produktionslinie für nicht-kreisrunde Rohre eingeführt.



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