Germany’s largest cable-stayed bridge drainage
| Projekt ID: [000139] | |
| Land: | Deutschland |
| Stadt: | Strelasund |
| Jahr: | 2005 - 2007 |
| Anwendung: | Entwässerung |
| Installation: | Überirdisch |
| Gesamtlänge [m]: | 3100 |
| Nominaler Durchmesser DN [mm]: | 150 | 600 |
| Aussendurchmesser De [mm] | 168 | 616 |
| Druckklasse PN [bar]: | 1 |
| Steifigkeit SN [N/m²]: | 10000 |
HOBAS GFK-Rohre für Deutschlands größte Schrägseilbrücke
Am 20. Oktober 2007 wurde Deutschlands größte Schrägseilbrücke durch die Bundeskanzle-rin Frau Merkel der Öffentlichkeit übergeben. Gebaut wurde durch die ARGE 2. Strelasund-querung. Diese bestand zunächst aus der Walter Bau AG und Max Bögl Bauunternehmung. Die Bauarbeiten begannen im Oktober 2004. Nach der Insolvenz der Walter Bau AG führte Max Bögl die ARGE als alleiniger Gesellschafter weiter. Die Beauftragung erfolgte durch die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH (DEGES) den Auftrag zur Erstellung.
Das parallel zum bestehenden Rügendamm verlaufende Gesamtbauwerk ist ca. 3380 m lang und setzt sich aufgrund unterschiedlicher Überbaukonstruktionen aus sechs Einzelbauwerken zusammen, nämlich den Vorlandbrücken Stralsund, der Ziegelgrabenbrücke, den Vorland-brücken Dänholm und Strelasund sowie der Strelasundbrücke. Der Brückenzug umfasst ca. 2830 m. Ein Dammbauwerk von ca. 550 m schließt sich an. Ingenieurtechnisch herausragend ist die ca. 600 m lange Schrägseilbrücke, die den Ziegelgraben zur Freihaltung für die Schiff-fahrt mit 198 m bzw. 126 m bei 42 m Durchfahrtshöhe stützenfrei überspannt. Markant sind zwei 128 m hohe Pylonen zur Aufnahme der Tragseile.
Das Gesamtbauwerk besticht durch eine Reihe herausragender ingenieurtechnischer Leistun-gen, die insbesondere durch die verschiedenen Baustile der Brückenbereiche auffallen. Eine Besonderheit, die äußerlich nicht erkannt wird, ist die Entwässerung der Brücke. Wegen der Verschmutzung durch den Fahrverkehr und die Schadstoffbelastung im Regen verbietet sich ein unkontrolliertes Entwässern in die Umwelt, in diesem Fall in den Strelasund.
Ging man in den ursprünglichen Überlegungen noch von metallischen Rohren aus, so erhiel-ten schließlich HOBAS GFK-Rohre des Systems BridgeLine den Zuschlag. Die Installation der Rohre erfolgte durch die Fa. Höllein, einem erfahrenen Unternehmen in der Installation von Brückenentwässerungen. BridgeLine Rohre entsprechen den Anforderungen der ZTV-ING und zeichnen sich durch eine Reihe von Vorteilen aus:
- hohe Korrosionsbeständigkeit
- einfache Installation
- geringes Gewicht
- einfache Bearbeitbarkeit
- farblich anpassbar
- sehr gute Hydraulik
Weiterhin sind wirtschaftliche Aspekte erwähnenswert. Es herrschte Preisstabilität über die gesamte Bauzeit, während zum Beispiel die Preise für Edelstahl in dieser zeit sehr stark an-gestiegen sind. HOBAS BridgeLine Rohre leisten so, wenn auch unsichtbar, einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zum Umweltschutz.
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