HOBAS Pipes Jacked at Port Cape Lambert

Projekt ID: [017261]
Land: Australien
Stadt: Cape Lambert
Jahr: 2012
Anwendung:
Entwässerung
Installation: Vortrieb
Gesamtlänge [m]: 308
Nominaler Durchmesser DN [mm]: 2200
Aussendurchmesser De [mm] 2250
Druckklasse PN [bar]: 1
Steifigkeit SN [N/m²]: 32000
Key Words: Eisenbahn

HOBAS Jacking Pipes in Down Under

The Pilbara Region in north-western Australia was first inhabited by the ancestors of today’s Aboriginal people some 50,000 years ago. Since 2012, HOBAS Jacking Pipes De 2250 are playing an important role as stormwater drainage lines for the emerging mining industry.

 

In the 1950’s, it was discovered that the Pilbara area is home to one of the world’s largest iron ore deposits. Since then it has been an integral contributor to the Australian economy with the help of mining companies such as Rio Tinto. With most of the ore being exported today, a rail infrastructure and large ports have been built to accommodate the ore transportation. One of the largest of these ports is Rio Tinto’s Cape Lambert. Trains travel in from Rio Tinto mines throughout the region, carrying around 80 million tonnes of iron ore per year into Cape Lambert for processing and ship loading. 

 

Cape Lambert is currently undergoing an upgrade, which will see its capacity more than double by mid 2015. At the project’s completion, an estimated 200 million tonnes of iron ore will be exported per year from this port. An integral part of the upgrade project was the extension of the “Sam’s Creek” drainage lines, which run under the existing rail lines allowing the release of stormwater during the wet season. The rail lines needed to stay in constant operation throughout the construction works in order to ensure the continual loading of ships. Stopping the productivity was not an option, making trenchless installation the only choice.

 

The designer of the new drainage culvert Sinclair Knight Merz planned two rows of 2100 mm internal diameter pipes with approximately 100 meters length each. HOBAS Jacking Pipes with an outside diameter of 2250 mm and a stiffness of SN 32000 were specified for this purpose. With the soil being hard and rocky, the initially calculated jacking force added up to 7850 kN. Thanks to the smooth outer surface of HOBAS Jacking Pipes, the actually applied jacking forces were much lower than expected. The substantially smaller outside diameter as compared to an alternative concrete pipe had the additional benefit of allowing increased ground cover beneath the rail line, reducing both risk and installation time. Furthermore, the lead-time for HOBAS was substantially shorter than that of locally supplied concrete pipe, and given the tight timeframe for the project, HOBAS proved to be the best solution.

 

The installation set a new record in terms of the largest diameter HOBAS Jacking Pipe ever installed in Australia, and it paved the way for similar projects in the ever-growing mining industry in Australia. The Rio Tinto drainage system was also used as an opportunity for creating cultural awareness: Local artists were invited to paint the HOBAS Pipes in the artistic style of the traditional landowners. The imagery is supposed to bring good fortune to the land and HOBAS Pipes have become truly part of the local landscape.


Vortrieb von HOBAS Rohren im Hafen Cape Lambert

Die Pilbara-Region im Nordwesten Australiens wurde vor rund 50.000 Jahren von den Vorfahren der heutigen Aborigines besiedelt. In dieser traditionsreichen Region spielen seit dem Vorjahr HOBAS Vortriebsrohre De 2250 als Entwässerungsleitung eine wichtige Rolle in der aufstrebenden Bergbauindustrie.

 

In den 1950er-Jahren entdeckte man, dass die Pilbara Region eine der weltweit größten Eisenerzvorkommen birgt. Seitdem leistet das Gebiet einen wesentlichen Beitrag zur australischen Wirtschaft, unter anderem durch Bergbauunternehmen wie Rio Tinto. Da der Großteil des Eisenerzes heute Exportware ist, wurden Schieneninfrastruktur und große Häfen gebaut, um den Transport des Erzes bestmöglich abzuwickeln. Zu den größten dieser Häfen zählt Rio Tintos „Cape Lambert“. Züge von allen Minen des Unternehmens bringen alljährlich rund 80 Millionen Tonnen Eisenerz zur Weiterverarbeitung und Verladung nach Cape Lambert. 

 

In Cape Lambert läuft derzeit ein Modernisierungsprojekt, das die Kapazität des Hafens bis Mitte 2015 verdoppeln soll. Nach Projektabschluss sollen geschätzte 200 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr von hier aus exportiert werden. Ein wichtiger Bestandteil dieser Modernisierung war die Erweiterung der Sam’s Creek Entwässerungsleitungen, die unter den bestehenden Schienen verlaufen und den sicheren Ablauf von Regenwasser in den Regenzeiten gewährleisten. Die Bahnstrecke musste während der Bauarbeiten in Betrieb bleiben, um einen ununterbrochenen Verladeprozess der Schiffe sicherzustellen. Den Bahnverkehr zu stoppen war nicht möglich – und eine grabenlose Verlegung der Rohrleitung daher die einzige Möglichkeit.

 

Das Planungsbüro Sinclair Knight Merz plante zwei rund 100 m lange Rohrleitungen mit 2100 mm Innendurchmesser. HOBAS Vortriebsrohre De 2250, SN 32000 wurden für die Umsetzung spezifiziert. Aufgrund des harten und steinigen Bodens wurde die notwendige Presskraft im Vorfeld mit 7850 kN berechnet. Dank der glatten Außenoberfläche von HOBAS Vortriebsrohren war die tatsächlich benötigte Presskraft deutlich niedriger als erwartet. HOBAS Rohre haben im Vergleich zu anderen Materialien einen verhältnismäßig kleineren Außendurchmesser und ermöglichten bei diesem Projekt eine größere Überdeckung zwischen Rohr und Schiene, was Risiko und Verlegezeit senkte. Die Vorlaufzeit von HOBAS war deutlich kürzer als die lokal produzierter Betonrohre, was sich angesichts des knappen Zeitrahmens als unschlagbarer Vorteil erwies.

 

Bei diesem Projekt kamen die – in Sachen Durchmesser – größten je in Australien verlegten HOBAS Vortriebsrohre zum Einsatz und es ebnete den Weg für ähnliche Projekte in der stark wachsenden Bergbauindustrie in Australien. Mit dem Entwässerungssystem von Rio Tinto wurde auch das kulturelle Bewusstsein gefördert: Einheimische Künstler wurden dazu eingeladen, die HOBAS Rohre im Stil der traditionellen Landeigentümer zu bemalen. Die Symbolik soll dem Land Glück bringen und die Rohre von HOBAS wurden auf diese Weise zu einem echten Teil der heimischen Landschaft.