Rehabilitation with HOBAS Pipes in Germany

Projekt ID: [018219]
Land: Deutschland
Stadt: Cologne
Jahr: 2013
Anwendung:
Abwasser
Installation: Relining / Sliplining
Gesamtlänge [m]: 80
Nominaler Durchmesser DN [mm]: 1280
Aussendurchmesser De [mm] 1280
Druckklasse PN [bar]: 1
Key Words: Freispiegelleitung | Schleuderrohr

Turning Old into New

The need to rehabilitate old sewers poses a big challenge to all cities and urban wastewater associations. Many sewer channels were built of bricks, stoneware, concrete or reinforced concrete. As the years pass, even the highest quality channels show signs of material fatigue and groundwater infiltrations – a development resulting in increasing maintenance costs. Leaking sewer lines also pose a threat to the environment in that the leaking substances can pollute the soil and groundwater. If renovation measures are not implemented in time, the penetration of external water into the sewer systems causes the wastewater treatment plants’ operating costs to rise, and consequent soil washouts and subsidences endanger buildings. Over the past two years, an aged sewer channel in Cologne in Germany required urgent attention: Corrosion, leakages, and a reduced load capacity made their renovation inevitable.  

Rehabilition instead of replacement in Cologne

In the course of a routine check of the sewer system, the sewage board in Cologne found a combined sewer DN 1500 in the urban district Sürth to be severely damaged: The concrete pipes showed numerous longitudinal cracks, which affected the 80 m long channel’s structural capability. Above all, a leakage of the combined sewage could not be ruled out, and this was a serious problem since the district is located in a water protection area close to the river Rhine. The decision to rehabilitate the affected section with HOBAS Relining Pipes was linked to technical and economic interests.

The specific mirror-like inner surface of HOBAS GRP Pipes made a reduction in the cross section possible. Three meter long circular HOBAS Pipes De 1280 were supplied, and starting and receiving pits of 5 x 4 m each excavated for their installation. By means of a winch, the pipes were drawn inside the old structure and jointed. The remaining annular space between the old and new pipeline was filled with a pressure-resistant material, and a sand coating of the pipes’ outer surface ensured a particularly good bonding of the grouting. This way, the inserted pipe was fixed in its position and took over the entire load-bearing capacity. Given its walkability, the channel needed to come with ideal anti-slip safety properties, which is why the bottom of the pipe has also been coated with sand.

Thanks to the perfect collaboration of all parties involved and a trouble-free construction process, the rehabilitation works could be successfully completed according to schedule within 50 working days only. The renovated pipeline can compete with a newly-built pipeline in every respect, and the client need not worry about the next quality inspection.


Sanierung durch Relining mit HOBAS Rohren in Deutschland

Die Sanierungsbedürftigkeit von Altkanälen stellt für jede Stadt und die zuständigen Abwasserbetriebe eine große Herausforderung dar. Viele der Kanäle wurden gemauert oder bestehen aus Steinzeug, Beton oder Stahlbeton. Und auch der beste Kanal zeigt im Laufe der Jahre Materialermüdungen und beginnt durchlässig zu werden. Hohe Instandhaltungskosten sind die Folge. Außerdem stellen undichte Abwasserkanäle eine Gefahr für die Umwelt dar, denn austretende Stoffe können Erdreich und Grundwasser verunreinigen. Wenn nicht rechtzeitig saniert wird, steigen durch die zusätzliche Belastung von eindringendem Fremdwasser in die Kanalisation die Betriebskosten der Kläranlagen, Bodenausspülungen und -senkungen gefährden Gebäude. Bei einem in die Jahre gekommenen Kanal in Köln in Deutschland bestand dringender Handlungsbedarf: Aufgrund von Korrosion, undichten Stellen und einer mangelnden statischen Tragfähigkeit war eine Sanierung unumgänglich.

Renovieren statt erneuern in Köln
Im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfung der Kanalisation hatten die Stadtentwässerungsbetriebe Köln festgestellt, dass ein Mischwassersammler DN 1500 im Stadtteil Sürth deutliche Schäden aufwies: In den Betonrohren hatten sich zahlreiche Längsrisse gebildet. Dadurch war der rund 80 m lange Kanalabschnitt statisch beeinträchtigt. Vor allem aber war nicht auszuschließen, dass Mischwasser austreten würde – was insofern von Bedeutung ist, da der rheinnahe Stadtteil in einem Wasserschutzgebiet liegt. Sowohl aus technischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen entschied man sich zur Renovierung des betreffenden Teilstücks mit HOBAS Reliningrohren.

Die für HOBAS GFK-Rohre charakteristische spiegelglatte Innenfläche ermöglichte eine Querschnittsverengung. Zur Anwendung kamen daher 3 m lange HOBAS Kurzrohre mit einem Kreisprofil De 1280. Zur Einbringung der Rohre wurden eine jeweils 5 x 4 m große Start- und Zielgrube ausgehoben. Anschließend wurden die Rohre mit einer Winde in den Kanal eingezogen und miteinander verbunden. Der verbleibende Ringraum zwischen alter und neuer Leitung wurde mit einer druckfesten Masse verfüllt; eine Sandbeschichtung der Rohraußenseite sorgt dafür, dass der Ringraummörtel besonders gut haftet. Das eingezogene Rohr ist so in seiner Lage fixiert und übernimmt die komplette statische Tragfähigkeit. Da der Kanal begehbar ist, sollte eine bestmögliche Rutschsicherheit gegeben sein. Deshalb wurde auf Wunsch des Auftraggebers auch die Sohle des GFK-Rohres sandbeschichtet.

Dank perfekter Zusammenarbeit aller Beteiligten und störungsfreiem Bauverlauf konnten die Renovierungsarbeiten plangemäß und termingerecht in nur 50 Werktagen erfolgreich abgeschlossen werden. Die durch Relining sanierte Leitung bietet in jeder Hinsicht Neubauqualität; der nächsten Qualitätsprüfung sieht man daher gelassen entgegen.